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Für Langstreckentransporte gibt es die Eisenbahn, zu deren Hauptlinien führen viele Neben- und Kleinbahnen als Zubringer.
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Natürlich wäre der Lkw vielleicht
leistungsfähiger als das Pferdefuhrwerk, aber erstmal ist er teurer
(denn Pferde hat der Spediteur sowieso), und zum anderen erfordert er eine
ganz andere Infrastruktur. Eine Spedition mit Pferdebetrieb hat Ställe
und Wagenremisen, Futterböden, muß eventuell einen Hufschmied
und einen Stellmacher beschäftigen - das alles braucht der Lkw nicht.
Vor allem braucht der Lkw aber anderes Personal im Betrieb. Ein Kutscher
muß nicht besonders intelligent sein, aber er muß mit Pferden
umgehen können. Er kann auch ruhig mal einen trinken, nach Hause finden
die Pferde im allgemeinen auch ohne sein Zutun (in der Tat gibt es spezielle
"Kutschergläser", deren Boden sich in halber Höhe des Glases
befindet, damit er nicht zu viel trinkt und dann möglicherweise vom
Bock fällt).
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Ein Auszug aus den Unfallverhütungsvorschriften
der Fuhrwerks-Berufsgenossenschaft von 1887:
I. Für die Betriebsunternehmer.Ich muss natürlich nur etwas verbieten, was häufig vorkommt und zu Unfällen führt - und das war eben Trunkenheit und Schlafen während der Fahrt (oder betrunkenes Schlafen während der Fahrt). |
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Offenbar haben die obengenannten Vorschriften auch nicht sofort gegriffen, sonst hätte man dieses Plakat nicht herausgeben müssen (dem Auto, das hinter dem Fuhrwerk fährt, nach zu urteilen aus der Zeit kurz vor oder kurz nach dem 1. Weltkrieg):
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An den Lkw-Fahrer werden ganz andere Anforderungen gestellt - er muß eine gewisse technische Intelligenz haben, um sein Fahrzeug bedienen und pflegen zu können, und vor allem muß er immer hellwach sein und darf nicht trinken, denn sein Fahrzeug findet den Weg nach Hause nicht allein. Es ist also in dieser Zeit noch außerordentlich schwer, die potentiellen Kunden, die Fuhrunternehmer, zum Kauf eines Lkws zu überreden, sie müßten zusätzlich eine neue Infrastruktur einrichten und neues Personal einstellen und eine Zeitlang beide Arten nebeneinander vorhalten, und das rechnet sich einfach nicht.
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