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in Braunschweig |
| 1902 | Büssing ist nun in einem Alter, in
dem sich andere Menschen zu Ruhe setzen, aber er richtet jetzt alle Kräfte
auf die Verwirklichung seiner neuen Idee,
einen Nutzkraftwagen zu schaffen.
Er mietet auf dem Grundstück an der Wolfenbütteler Straße 20 in Braunschweig das Gebäude einer früheren Wäscherei an und baut mit nur fünf Gehilfen seinen ersten Kraftwagen. |
| 1903 | Gemeinsam mit seinen Söhnen Ernst
und Max gründet Heinrich Büssing als Sechzigjähriger die
Firma H. Büssing, Spezialfabrik für Motorlastwagen
und Motoromnibusse, Braunschweig.
Der erste Motorlastwagen wird gebaut. Büssing ist bestrebt, ein vollkommenes Produkt zu schaffen. Auf :Probefahrten über das Torfhaus im Harz, also über beträchtliche Steigungen, werden 60 Zentner Nutzlast befördert. |
| 1904 | Bau des ersten Vierzylinder-Motors. Beginn
der Serienfertigung des Motorlastwagens 3 t.
Bau des ersten Omnibusses. Eröffnung der (bis heute) ältesten Kraftpost-Omnibuslinie der Welt von Wendeburg nach Braunschweig. Gründung einer eigenen Busgesellschaft. Am 10. August wird der erste Büssing-Bus nach England verkauft. Bis zum 1. Weltkrieg liefert Büssing etwa 400 Fahrzeuge an die London General Co. |
| 1905 | Einrichtung von vier weiteren Linien für den Harzverkehr. Aus diesen entsteht später die KVG. |
| 1905/06 | Das Werk wird erheblich ausgebaut.
Büssing scheidet aus dem Vorstand der Eisenbahn-Signalbauanstalt Max Jüdel & Co aus und wechselt in den Aufsichtsrat. |
| 1905 | Verkauf des ersten Omnibusses nach Berlin |
| 1907 | Im Gegensatz zum Omnibus scheint der Bedarf
an Lastwagen gering zu sein. Zwischen 1904 und 1907 werden gerade
mal 200 Fahrzeuge verkauft.
Heinrich Büssing gründet deshalb in Berlin die "Transportgesellschaft zur Beförderung von Waren und Gütern", die erste Gesellschaft für die Beförderung von Güter mit LKWs auf der Welt. Büssing baut den ersten Frontlenker-LKW. Erste Versuche mit luftbereiften Omnibussen werden durchgeführt. |
| 1908 | Die Verbreitung des Lastkraftwagens wird
durch Subventionierung seitens der Heeresverwaltung
gefördert.
Die Braunschweiger Feuerwehr erhält Büssing-Fahrzeuge. |
| 1910/11 | Die Ausweitung der Produktion macht erneut
Erweiterungsbauten notwendig.
An in- und ausländische Firmen werden Herstellungsrechte vergeben. Gründung von Vetretungen in deutschen Zentren und in Rußland, Italien, Holland, Schweden, Norwegen, Dänemark und den USA. LKWs und Busse werden in diese Länder exportiert. Der Büssing-Nutzkraftwagen hat sich als zuverlässiges Transportmittel überall durchgesetzt. |
| 1913 | Ein Artikel in der Berliner "Illustrirten Zeitung" berichtet über das Büssing-Werk in Braunschweig. |