Artillerieschlepper

Bereits vor Beginn des Krieges arbeitet Büssing zusammen mit der Heeresleitung an der Entwicklung von Schleppern. Das Ungetüm oben ist der Kraftzugwagen KZW 1800, der von einem Sechszylinder-Ottomotor mit 80 PS angetrieben wird.

Diese Fahrzeuge sind notwendig, um die Artillerie - damals noch Krone der Waffen - transportieren und in Stellung bringen zu können. Normalerweise wird hierfür Pferdevorspann verwendet.

Für leichtere Geschütze ist das auch ausreichend und bleibt bis in den 2. Weltkrieg so. Aber die Kanonen werden immer größer und gewaltiger, und dafür reichen Pferde nicht mehr aus.
Dampflokomobilen, wie sie damals in der Landwirtschaft üblich sind, können zwar auch solche Lasten bewältigen, aber sie sind ziemlich unbeholfen, brauchen zusätzliche Versorgungsfahrzeuge für Kohle und Wasser ... und ihr Abdampf ist, besonders bei kaltem Wetter, vom Feind kilometerweit zu sehen!
Insofern sind leichtere Schlepper, die ihren Kraftstoff selber mit sich führen und keine weithin sichtbaren Abgase ausstoßen, schon eine erstrebenswerte Sache.

Endprodukt der Entwicklung ist dieses Monster, der KZW mit Allrad-Antrieb und sogenannten Pöhl-Rädern, eine Spezialentwicklung der Lokomobilfabrik Pöhl in Gößnitz. Diese Räder haben ausklappbare Greifer, die sich durch den Schlamm der Schlachtfelder wühlen sollen! Das Baujahr ist 1918, als alles schon zu spät war ...


Zurück