
|
in Braunschweig |
| 1914 | Der Erste Weltkrieg
beginnt.
Büssing liefert vor allem LKWs an das Heer. Neue Konstruktionen für geländegängige Fahrzeuge mit Allrad-Antrieb, Seilwindenfahrzeuge und Schlepper verschiedener Art werden unternommen. Das Werk steigt in die Fertigung der modernsten Waffensysteme ein. |
| 1917 | Büssing verdient im Krieg viel Geld - und baut in diesem Jahr das neue Hauptgebäude an der Salzdahlumer Straße (heute Böcklerstraße). |
| 1918 | Revolution in Braunschweig. Am 8. November übernimmt der Arbeiter- und Soldatenrat das Büssingwerk. Mit Büssing gibt es heftige Auseinandersetzungen darüber, ob nach Akkord- oder Zeitlohn gearbeitet werden soll. |
| 1919 | Am 23. August wird das Werk geschlossen,
die gesamte Belegschaft von 1450 Mann entlassen. Sieben Wochen später
wird die Produktion mit 66 Arbeitern, die sich alle zur Akkordarbeit verpflichten,
wieder aufgenommen.
Büssing produziert kurzzeitig Raupenschlepper. Der LKW Typ III wird wahlweise mit Elastik- oder Pneumatik-Bereifung angeboten. |
| 1920 | Dipl.-Ing. Paul Werners und Rudolf Eggers treten als Teilhaber in die Firma ein, die aus einer Offenen Handelsgesellschaft in eine Aktiengesellschaft mit 11,2 Millionen Mark Kapital umgewandelt wird. Heinrich Büssing geht in den Aufsichtsrat. |
| 1922 | Der Kettenantrieb wird durch den Antrieb mittels Kardanwelle ersetzt. |
| 1924 | Die Produktion steigt an, die Zahl der
Beschäftigten nimmt zu, insgesamt erlebt das
Werk eine neue Blüte.
Paul Werners und der Ingenieur Willy Staniewicz reisen in die USA und besichtigen die Fließbandproduktion in den Ford-Werken. Nach ihrer Rückkehr wird auch bei Büssing die Fließbandarbeit eingeführt, der Betrieb rationalisiert und modernisiert. Die Fabrikanlagen werden erweitert und umfassen jetzt 75.000 m2. Der Sechsradwagen wird von Büssing erstmals in Serie gebaut. Er wird in der Folge für die Entwicklung des Kraftwagenbaus von bahnbrechender Bedeutung sein. Büssing exportiert wieder - nach und nach in alle Welt. |
| 1925 | Der Omnibus auf Basis des Sechsradwagens wird serienmäßig an die Reichspost, an städtische Busunternehmen und an Kraftverkehrsgesellschaften geliefert. |
| 1927 | Büssing liefert Motoren für Benzol-Triebwagen der Reichsbahn. |
| 1928 | Die Allgemeine
Berliner Omnibus-Aktiengesellschaft, die später in der BVG
aufgeht, legt das Schwergewicht ihres Wagenparkes auf Büssing-Omnibusse.
Heinrich Büssing erlebt das 25-jährige Jubiläum des Werkes. |