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in Braunschweig |
| 1945 | Als die Amerikaner am 12. April in Braunschweig
einmarschieren, liegen die Braunschweiger Anlagen der Büssing-NAG
großenteils in Trümmern, die
Hälfte der Gebäude ist zerstört.
Der Mitinhaber und Generaldirektor Rudolf Egger-Büssing läßt sofort mit dem Wiederaufbau beginnen. Am 18. April erteilt die Militärregierung die Genemigung zur Wiederaufnahme der Produktion, die am 2. Mai mit zunächst 300 Mann auch beginnt. |
| 1946 | 1.700 Fahrzeuge, darunter 175 Busse, werden bei einer Belegschaft von 3.100 Mann gebaut. |
| 1947 | Die ungewöhnlich strenge Kälte bringt zusammen mit dem noch nicht vollendeten Hallenaufbau einen schweren Rückschlag. In den ersten drei Monaten muß die Fertigung stillgelegt werden. Trotzdem verlassen bis zum Jahresende 3.847 Wagen das Werk. Es handelt sich vor allem um Fahrzeuge der Typenreihe 5000. |
| 1948 | In Ahnlehnung an den Vorkriegstyp 650
wird der Büssing-NAG-Lastkraftwagen Typ 7000S
mit Dieselmotor wird wieder in das Fabrikationsprogramm aufgenommen. Aus
ihm wird kurz darauf der Typ 8000 mit geändertem
Fahrerhaus.
Es werden LKWs, Busse und Einzelmotoren gefertigt, die monatliche Produktion beträgt 200 Fahrzeuge. Nach der Währungsreform werden in Westdeutschland für den Wiederaufbau LKWs in großer Zahl gebraucht. |
| 1949 | Der Export.läuft wieder an. |
| 1950 | Der Büssing-NAG-Konzern wird aufgelöst.
Die Firma heißt jetzt Büssing Nutzkraftwagen
GmbH, Braunschweig und ist ein reines Familienunternehmen.
Der 10.000. schwere Nutzkraftwagen der Nachkriegsfertigung läuft vom Band. Büssing steht im Omnibusbau an 1. Stelle, im LKW-Bau an 3. Stelle in der Bundesrepublik. |
| 1951 | Der Export wird auf über 30% des
monatlichen Umsatzes gesteigert, davon sind über die Hälfte Busse
mit Unterflur-Dieselmotor.
Die Busse werden in dem wiedererstandenen Aufbauwerk karosseriert, soweit der Kunde nicht nur das Fahrgestell kauft. Der größte Teil der deutschen Städte verwendet Büssing-Busse mit Unterflur-Motor sowohl für den innerstädtischen als auch für den Überland-Linienverkehr. Auch im Reisebusbereich ist Büssing stark vertreten. Die Tradition der Berliner Doppeldeck-Busse wird fortgesetzt. Die neueste Schöpfung ist ein 12-t-Dreiachs-Schwerlastwagen 12000 mit einem Unterflur-Diesel vom Typ U13, der 180 PS leistet. Der gleiche Motor wird in einen mit einem speziellen Niederrahmen-Chassis versehenen Dreiachs-Bus eingebaut. Mit dem 12000 wird zum ersten Mal auch ein LKW nach dem Unterflurprinzip, das bisher nur bei Bussen verwendet wurde, konstruiert. |
| 1952 | Der Export in das europäische Ausland
und nach Übersee vergrößert sich auf 42% des monatlichen
Umsatzes.
Der Lastkraftwagen Typ 8000 wird nun auch mit Unterflur-Dieselmotor Typ U13 gefertigt. Ein neuer Unterflurbus 6000 wird vorgestellt, er wird zum Standardbus vieler Stadtwerke, der Eisenbahn und der Post. Die neuen Schienenbusse der Deutschen Bundesbahn werden mit Büssing-Motoren ausgestattet. Büssing vollendet ein neues, modernes Schmiede- und Presswerk. |
| 1953 | Die Büssing Nutzkraftwagen GmbH Braunschweig
begeht ihr 50-jähriges Jubiläum.
Für die Belegschaft wird ein modernes Sozialgebäude eingerichtet. Auf der 36. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt a.M. zeigt Büssing die Neukonstruktion des mittelschweren LKWs Typ 4000 und des darauf basierenden Busses Typ 4000 T für ca. 35 Fahrgäste in Verbund-Leichstahlbauweise. Damit engagiert sich Büssing auch im Bereich der mittleren Nutzkraftwagenklasse. |
| 1955 | Auf der IAA werden in Erwartung der Reduzierung des gesetzlich zulässigen Gesamtgewichts LKWs und Busse in Verbundbauweise vorgestellt. |